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24. – 28. Mai 2017: Deutsch-französisches Treffen bei schönstem Sonnenschein

Am Mittwoch, dem 24. Mai, trafen sechs Mitglieder der Jumelage-Sektion Bourges am Abend am Flughafen ein und wurden von Jumeleuren der Bonner Sektion herzlich begrüßt und zum Hotel „Mozart“ in Bonn begleitet. Beim anschließenden Abendessen im Restaurant „Ruland“ wurde das Wiedersehen – in mehreren Sprachen und begleitet von gutem Wein – gebührend gefeiert.

Am darauffolgenden Feiertag, dem 25. Mai, ging es mit dem Zug nach Andernach. Bei einem Stadtrundgang erzählte uns Wolfgang die Geschichte der Bäckerjungen, die einst mit einem mutigen Einsatz von Bienenkörben die Stadt vor eindringenden Feinden retteten.

Vor dem Rheintor in Andernach

Vor dem Rheintor in Andernach

Heutzutage sind friedlich eindringende Touristen glücklicherweise willkommen, insbesondere um den 60 m hohen Kaltwassergeysir zu besichtigten, der mittlerweile Eingang ins Guinnessbuch der Rekorde gefunden hat. Ein Besuch des Informationszentrums brachte uns vorab die geologischen Gegebenheiten nahe. Dabei traten wir eine virtuelle Reise an, und wir gaben uns der Suggestion hin, 4 000 m weit ins Erdinnere hinabzusteigen, wo wir auf ein Kohlenstoff-dioxid-Molekül trafen, das wir nun bei seiner Reise an die Erdoberfläche begleiten konnten. Die didaktisch gelungene und vielerorts interaktive Ausstellung machte nicht nur den beiden Kindern aus unserer Gruppe Spaß, sondern auch den Erwachsenen.

Andernach

Andernach

Danach ging es mit dem Schiff zum Naturschutzgebiet „Namedyer Werth“, wo wir den Ausbruch des Geysirs beobachten konnten.

Zurück ging es mit dem Zug nach Remagen und von dort aus mit dem Schiff nach Bonn. Bei strahlendem Sonnenschein konnten wir die Sehenswürdigkeiten an beiden Ufern bewundern und unseren Gästen erklären.

Alexanders Greifenfahrt

Alexanders Greifenfahrt

Geysir Andernach

Geysir Andernach

Zum Abschluss dieses schönen Ausflugstages trafen wir auf dem „China-Schiff“ noch einige Mitglieder des Vorstands, und wir haben einen netten Abend miteinander verbracht. Am nächsten Tag waren wir wieder früh unterwegs, diesmal in ganz anderer Richtung. Wir fuhren mit
dem Zug nach Aachen, wo wir von Brigitte und Martin herzlich begrüßt wurden, die ein hochinteressantes Programm für uns vorbereitet hatten.

Bei der Altstadtführung „mussten“ wir erst einmal das heilsame Wasser des Elisenbrunnens probieren, was angesichts des hohen Schwefelgehalts der Thermalquellen etwas Überwindung kostete. Aber damit war auf vergnügliche Art der Einstieg in die Historie der Kaiserstadt gelungen, die uns unser „Guide“ in bestem Französisch und mit viel Humor vermittelte.

Aachener Elisenbrunnen

Aachener Elisenbrunnen

Unsere französischen Gäste waren sehr beeindruckt sowohl von der geschichtlichen Bedeutung Aachens, die seit den Zeiten Karls des Großen eine zutiefst europäische Stadt ist, als auch von der Tatsache, dass Aachen heute ein Standort modernster Forschung und Lehre ist. Sehr geschätzt wurden auch die kulinarischen Highlights, und trotz der sommerlichen Temperaturen wurden noch schnell Printen als Souvenirs und Verpflegung eingekauft…

Aachener Dom

Aachener Dom

Karl der Grosse

Karl der Grosse

Am Nachmittag hatten wir eine Führung im Dom und konnten auch den Domschatz bewundern, der als einer der sehenswertesten nördlich der Alpen gilt.

Dann ging es mit dem Zug nach Bonn zurück, wo der Tag bei einem gemütlichen Abendessen „Em Höttche“ ausklang.

Am Samstag, dem 27. Mai, ging es nach Brühl zu einer Besichtigung des Schlosses „Augustusburg“. Unsere französischen Freunde waren sehr überrascht und begeistert, ein solch prächtiges Schloss und einen solch weitläufigen Park zwischen Bonn und Köln zu entdecken.

Schloss Brühl

Schloss Brühl

Nach einem freien Nachmittag trafen wir uns abends im Restaurant „Rossi-al-fiume“ zur „Soirée amicale“ und konnten bei schönstem Wetter von der Terrasse aus die Aussicht auf den Rhein sowie die ausgezeichnete Küche genießen.

Michel Manigault, der Präsident der Sektion Bourges, dankte der Sektion Bonn für den herzlichen Empfang und das interessante Auflugsprogramm und überreichte den Anwesenden Geschenke aus seiner Heimat, dem „Berry“ und der „Sologne“.

Am Sonntag, dem 28. Mai, besichtigten wir am Vormittag das Wohnhaus Konrad Adenauers in Rhöndorf, und unsere Gäste waren sehr beeindruckt vom Wirken des ersten Bundeskanzlers und von seiner Freundschaft zum damaligen Präsidenten Charles de Gaulle. Natürlich haben wir vor diesem schönen Symbol deutsch-französischer Freundschaft ein Gruppenfoto gemacht!

Einige der französischen Gäste kannten auch das Wohnhaus Charles de Gaulles in Colombey-les-Deux-Eglises und waren überrascht, wie sehr die Einrichtung und Gestaltung des Hauses in Rhöndorf dem Haus De Gaulles gleicht. Offensichtlich haben sich die beiden nicht nur politisch gut verstanden.

Rhöndorf Adenauerhaus

Rhöndorf Adenauerhaus

Rhöndorf Adenauerhaus Rhöndorf Adenauerhaus

Beim anschließenden Besuch des Dokumentationszentrums meinte eine der Französinnen: „C’est alors avec lui que tout a commencé!“ („Mit ihm (=Adenauer) hat also alles (=die dt.-frz. Freundschaft) angefangen!)

Nach einer Mittagspause auf dem idyllischen Marktplatz von Bad Honnef ging es zurück nach Bonn.

Poppelsdorfer Schloss

Poppelsdorfer Schloss

Dort führte uns Elinor zum Poppelsdorfer Schloss und durch den Botanischen Garten. Unsere Gäste bewunderten die Vielfalt der Pflanzen und die schöne Gestaltung des Gartens.

Zum Abschluss trafen wir uns mit weiteren Jumeleuren zu einem Abendessen im „Tuscolo“ und brachten dann unsere Gäste zum Flughafen zurück. Dort hieß es nun Abschied nehmen, aber mit einem tröstlichen Unterton: „Ce n’est qu’un au revoir“ („Wir werden uns wiedersehen“.)

Die letzten „Bises“ wurden ausgetauscht, und dann hieß es „Bon voyage! A l’année prochaine, si tout va bien!“

Herzlichen Dank an alle Bonner Jumeleure, die zum Gelingen dieses schönen Treffens beigetragen haben!

Un très grand merci!

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